,,Für das größte Unheil unsrer Zeit, die nichts reif werden läßt, muß ich halten, daß man im nächsten Augenblick den vorhergehenden verspeist, den Tag im Tage vertut, und so immer aus der Hand in den Mund lebt, ohne irgend etwas vor sich zu bringen. [...] Dadurch wird alles, was ein jeder tut, treibt, dichtet, ja was er vorhat, ins Öffentliche geschleppt. Niemand darf sich freuen oder leiden, als zum Zeitvertreib der übrigen; und so springt's von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, von Reich zu Reich und zuletzt von Weltteil zu Weltteil, alles veloziferisch.``
Johann Wolfgang von GOETHE an Nicolovius, Berlin 1778.
,,Als in der Sylvesternacht die kritische, die mitternächtliche Stunde herannahte, strömte es aus allen Himmelsrichtungen in Schaaren den Linden zu. [...] Die Leute harrten mit einer Geduld, um die Engel sie hätten beneiden können, der Dinge die da kommen sollten, es kam aber nichts, wenigstens nichts Außergewöhnliches, nichts Aufregendes. [...] Während die 33 Schüsse fielen, durchbrausten die Linden und die Friedrichstraße Hochrufe der Menge, und von allen Seiten erklangen das ,prosit Neujahr` und andere Neujahrswünsche, und zwar in allen möglichen Sprachen, denn außerordentlich stark war gerade in der letzten Neujahrsnacht das ausländische Element unter den Linden vertreten.``
Berliner Tageblatt, 2. Januar 1900.

Quantenoptik im Nahfeld: kurze Einführung

Immer häufiger trifft man auf Atome in der Nähe von Oberflächen, sowohl in der Laserkühlung als auch in der Nahfeld-Optik. Die Atom-Oberflächen-Wechselwirkung bestimmt dann ihre innere und äußere Dynamik und beeinflußt die physikalisch meßbaren Größen. Oberflächenwechselwirkungen sind bisher für thermische Atome untersucht worden. Angesichts der experimentellen Fortschritte (Atome mit niedrigen Temperaturen und präzise Positions-Kontrolle) müssen die Atom-Oberflächen-Wechselwirkungen neu überdacht werden.

Veröffentlichungen zu diesem Thema (über den Titel kommen Sie zu den Zusammenfassungen)

Atomoptik

Man nehme ein Atom und bringe es in ein Lichtfeld, das quasi-resonant mit einem Übergang ist, und das Atom wird radiative Kräften verspüren. Die Bewegung des Atoms kann auf viele verschiedene Weisen manipuliert werden, indem man die Lichtfrequenz, seine Polarisation oder seine räumliche Intensitätsverteilung variiert. Linsen, Spiegel und Beugungsgitter für Atomstrahlen werden möglich: Licht ist das ``optische Instrument'', und Atome sind die ``Strahlen''.

Ausgewähte Arbeiten zum Thema


C. Henkel, 20. Juli 1999.